Verlorenen Faden wiedergefunden - bin die Alphaamöbe hier. Falsifikations-hypothese. Je mehr Strumpf verloren geht, umso mehr Fuß wird gefunden. Spendet Trost in schweren Zeiten. Frühe Idole im tiefen Brunnen der Vergangenheit und das Göttliche scheint Deckung zwischen Götzen zu suchen. Bedeutung scheinbarer Symbolik als Idee oder Konzept. Schöne Füße als riesengroßes Trampolin. Rollentausch in der Größenordnung kosmischer Irrungen. Wieder einmal Missverständnis um Seidenstrümpfe. Vertagung aufgrund fehlerhafter Gutachten. Falten werfe vorerst ich.
Herrschaft des Details über das Ganze, verloren in lieblich konzertanter Disharmonie. Mangel an Linearität, nichts für den wehrlosen Kantianer. Sie oder Teile von ihr in unverschleierter Provokation. Solange ich noch einen Schatten werfe, wird schwarzes Licht nicht Finsternis sein. Schöne Füße und konditionierte Idiosynkrasie zwischen präfrontalem Cortex und Emotion. Diese Originale immer schnell in Unordnung. Muss Faden verloren haben. Suche an der Naht beginnen.
Na ja, passt schon. Soziale Kälte, sind ja schließlich unter uns. Steuergeschenke in Winterstiefel-Form verfehlen die beabsichtigte steuernde Wirkung. Automimikry in gefühlt vollendeter Sinnentfremdung. Vom Schöne-Füße-Wunder zu warmen Wunder-Füßen. Halsstarrigkeit bricht Hals, Fußstarre bricht Knöchel. Beide mit gleichem rezessivem Gen. Rüttelt am Glauben, das größte aller möglichen Leben zu leben. Abgründe säumen Narbennähte entzückter Projektionen der lackierten Füße meiner Frau auf die Innenseite meiner illuminierten Augenlider. Natur wohl mittlerweile ohnehin für alle Menschenzeit ein Luxusprodukt mit hoher emotionaler Verzinsung. Gott aus der Büchse. Schande auf die Menschenzeit. Geht bestimmt mit Wollsocken zu Bett, kein Kelvin riskieren - schwierig, das richtige Zeitfenster zu erhaschen. Geschichte wird momentan anderswo geschrieben.
Die Masche mit dem Laufen. Wieder kalt erwischt. Arretieren mich mit der kalten Präzision eines Automaten. Im Netz ihrer Nachthaut. Masochist in mir möchte sie kunstvoll arrangieren. Sadist lehnt diabolisch feixend ab. Klecks Klarlack und Schluss. Extreme auf dem von ihnen soeben lächelnd abgesteckten Kontinuum. Kostspielige Spielerei. Gebiert chaotische Muster - irrlichternd und knisternd. Einzigartig wie jede Schneeflocke. Handgreifliches Erkennen wird sie schmelzen. Alles hat seine Zeit, auch die schönen Füße einer Frau. Umkehrschluss gerade weniger aktuell. Nylons schöner Götterfunken. Zeit ist ja bekanntlich relativ relativ. Freude auch.
Füßlinge-Krieg als sozialer Prozess ist ein gescheitertes Konfliktlösungs- modell. An Tagen wie diesen gibt es sowohl Fußpflege als auch Pediküre. Ermattet durch Zeit - schon wieder Clausewitz. Das Raffinement der Asymmetrie in tiefen Räumen richtet sich gegen die matte Psychologie der Heimat, um seine Unbarmherzigkeit zu legitimieren. Fußpflege als offenes Regiment der Gewaltregelung. Bin austaktiert und langsam auch zu alt für Manöver dieser Art - zu oft zu spät auf einer Reise nach Methusalem. Heute nur noch Stellung konsolidieren. Nicht. Hinschauen.
Der letzte Tag dieser Schuhe wurde im Garten begangen. Gepflegt und dann an einem Tag als Frucht des Lebens geerntet. Zerstörung, wenn man mich fragte. Voller Erde. Die Mutter, auf der Füße trampeln. Keine Sandaletten auf Gaia. Nachher Fußwäsche. Öle und Essenzen. Werde die finale Fußcreme führen. Hermeneutik als archaisches Begreifen. Als wäre das nicht längst schon durchschaut. Werde die Fußcreme im Handgemenge wohl wieder abgeben müssen. Ernte aber eingefahren. Ein perfekter Tag. Abenteuerlust. Wer profitiert schon von postmortaler Enthauptung. Le roi est mort, vive le roi. Ein weiteres Paar Riemchensandaletten liegt bereits erwartungsfroh.
Geschäftigkeit an einem regnerischen Nachmittag im Sommer, gravitätisch zelebriert. Keine Nagelschere wird kontraphobische Abwehr steigern. Frieden. Fußpflege ist nicht alles, aber ohne Fußpflege ist alles nichts. X Euro in Floskelkasse. Zeit für ein Bauernopfer. Entfernung der Hornhaut - Egophilie oder Waffe. Muss nach wie vor Klarheit schaffen. Naturschönheit. Werde sie pflücken. Leide doch nicht an Doromanie. Das ewig aktuelle Missverhältnis von Wertschöpfung und Abschöpfung des Wertes. Und das im eigenen Heim. Hinreichend kultiviert, nicht ausreichend multivariabel. Wenigstens im eigenen Interesse - nur kein Epitaph auf die Epidermis heute.
Nach der Pediküre die leichte Anmut einer gnädig milden, kleinen Entwaffnung. Gerechtigkeit als reine Physik. Wurde gefügig, als ich selbst Gefügigkeit sähen wollte. Ein Schelm, wer dabei denkt. Werde diesen Fußring noch heute genüsslich entfügen. Sie wissen, dass ich Silber Nagellack nicht mag - er ist kalt. Füßlinge-Krise als Sinnkrise, nur ohne Sinn. Wissen dass ich weiß dass sie wissen. Wissen sowieso zuviel. Bin stolzer Besitzer des kürzeren Halms. Stellung neu aufbauen. Überraschend eine lange Rochade. Die defensiven Ressourcen eines Wurms. Na ja, Nacken knacken. Nettes, kaltes Verlangen. Sinnkrise, davon weiß ich nichts. Bin aber auch kein Meister vom Range eines Clausewitz.
Füßlinge aus Seide. So, so. Wird mir der Fehdehandschuh hingeworfen, bin ich jedenfalls noch satisfaktionsfähig. Schwacher Trost. Brauche ich Trost - bin ein glücklicher Mann. Eröffne hiermit den Füßlinge-Krieg. Seidensöckchen als Signalverstärker, meine Resonanz- schwingung suchend. Soll ich nun gebrochen oder nur gefügig gemacht werden. Bin doch schon gefügig. Eben noch verzückt bei der Fußpflege beobachtet. Würde sie schon gern verstohlen berühren. Alarmierend. Obsession aus dem Setzkasten eines ausschließlich hedonistisch gedachten Eklektizismus. Ernte nun die bittere Frucht. Wenn als Hoffnung nur die Hoffnung bleibt. Wie eine Schlacht planen, bei der es keine Opfer geben darf. Zwei Seelen wohnen, ach! Die Geschichte nimmt also ihren Lauf.
In immer wieder freudiger Erwartung ätherischer Öle. Ritual Fußmassage. War mal wesentlich weniger mühsam. Ergebnisorientierung und Chillkoeffizient schwingen nicht mehr im Einklang. Puppet on a Superstring. Geborsten oder diversifiziert - Sandkorn meiner Ästhetik im Getriebe ihrer Geheimnisse. Muss mühevoll Leichtigkeit generieren. Keine Blöße geben. Kein Massageöl verschütten. Waden zum Schluss mitmassieren. Verwöhnprogramm. Mein verspannter Rücken als Reflexzone. Koketter Überschlag. Denn sie wissen genau, was sie tun. Beginne nun und danke der Schöpfung dafür.